07 abril 2021

MUSIK GESTERN UND HEUTE

Wie hören wir Musik? Was macht einen Hit aus?

Komponisten haben in allen Epochen „Hits“ und weniger populäre Musik hervorgebracht. Egal ob  Klassiker od. Romantiker: jeder der Komponisten hat sogenannte "Highlights" und auch Musik, die weniger Begeisterung hervorrief. So wie es heute eben immer noch eine A Seite und eine B-Seite einer Platte gibt - wie Stücke die man vorne auf der CD präsentiert oder als Draufgabe dazugibt. (Füllmusik) 

Was macht einen Hit eigentlich aus? Er sollte prägnant sein, nicht schwer verständlich, vielleicht mit Imitationen ausgestattet, gut arrangiert, ganz einfach und nicht verzopft. Das kommt überall vor. In der Klassik vielleicht schwerer zu bewerkstelligen als in der Pop Musik. Die U -Musik hat ihre eigenen Gesetze und da geht das auch wenn Drums einen stoisch- einprägsamen Rhythmus vorgeben. Dann noch ein Motiv das leicht verständlich in der Bassgitarre dazu stößt und eine krächzende Stimme die rhythmisch dazu singt. Ein paar Violinchöre übernehmen zusätzlich Füllwerk. (Michael Jackson mit Billy Jean kann da als Vorbild gelten.)  Wenn man einen Song hört, der vom Rhythmus geprägt zum Tanz verleitet kann man zu 100 % mit Wiedererkennung rechnen.     

Nun es gibt allerdings in der Musik auch Stücke, die man als Musiker durch Erproben und oftmaliges Wiederholen kennenlernt, sodass man auch Gefallen an dieser Musik finden kann, die nicht sofort " ins Ohr geht". Wenn man als Musiker nach Jahren wieder einmal das geprobte Stück spielt oder hört, wächst sofort die Erinnerung und man weiß automatisch wie es weitergeht. Komponisten mit solchen Werken müssen sich diese erst mit steigender Berühmtheit erkämpfen da der Konzertbesucher nicht die oftmalige Wiederholung erfährt.

Einfach drauflos zu schreiben und erwarten, dass Leute davon in Ekstase geraten, wird zwar bei den heutigen, vielen  "Singer Songwritern" - angestrebt, doch hält sich kaum so jemand ohne Hit am Markt. So viele Singer Songwriter wie heutzutage hat es noch nie gegeben. Jeder meint, er habe als Kleinkind mit 3 Jahren schon musiziert – demnach müsste es sehr viele Genies geben.

Michael Jackson sowie große Meister haben ja auch einmal klein angefangen - dies sei allen angehenden Komponisten als Hinweis gegeben – ( ja, es gibt Genies ) doch nur damit zu prahlen macht aus einem Genie noch keinen Meister.

Sinfonische Musik war doch – so lange sie einigermaßen tonal war – geistig nachvollziehbar. Das heißt, wenn man diese Musik wiedergab und sich dabei als Musiker irrte war sofort klar, das kann nur ein Fehler sein. Bei Zwölftonmusik wurde das für die Dirigenten schon sehr schwer zu orten und ich muss dahingehend Ingo Metzmacher und Michael Boder als sehr versiert bezeichnen. Selbst in clusterähnlichen Akkorden hatten diese Dirigenten noch Übersicht, wer nicht den richtigen Ton getroffen hat.

Dem entgegen war einem einst anwesenden, sehr bekannten Komponisten bei einer Probe selbst an seinem eigenen Werk kein Misston aufgefallen, nachdem das Werk schon sehr auseinander zu triften begann. Dabei hatte sich ein Musiker nur verzählt.

Aber ich sehe ein, es kann nicht nur Musikschnulzen und Hits aus dem vorhandenen Eintopf geben. Das wäre monoton (eintönig).  Bei aller Liebe zur Musik, sollte auch jede neugeschaffene Musik eine  Daseinsberechtigung  nur aus dem reinen Selbstverständnis erhalten (selbst < dem Komponisten > verständlich).

In diesem Sinne wünsche ich allen ein frohes Schaffen !

 

 

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